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Design-Studentin der UdK Berlin gewinnt Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks

„If Your Mind’s Eye Is Blind You’ll Stay Behindert“, lautet die Botschaft des Plakats; die Worte auf rotem Grund sind von Hand in Großbuchstaben gemalt. So eigenwillig wie die englisch-deutsche Wortkombination „behind-ert“, so eigenwillig sind die gestalterischen Mittel, zu denen die Design-Studentin Gulnara Petzold von der Universität der Künste (UdK) Berlin gegriffen hat. Sie belegt mit ihrem Plakat den ersten Platz beim 26. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks (DSW) zum Thema „Studieren mit Behinderung oder chronischer Krankheit“.

Mit seinem 26. Plakatwettbewerb hatte das Deutsche Studentenwerk die Design-Studierenden bundesweit zur Auseinandersetzung mit der Situation von behinderten und chronisch kranken Studierenden eingeladen. Derzeit sind dies acht Prozent der Studierenden in Deutschland.

Erst vor Kurzem hat das DSW eine Online-Befragung von 15.000 behinderten oder chronisch kranken Studierenden vorgelegt. Sie zeigt: Nur sechs Prozent der Betroffenen ist ihre gesundheitliche Beeinträchtigung auf Anhieb anzusehen. Die große Mehrheit bleibt unsichtbar; das gilt gerade für chronisch kranke Studierende, Studierende mit psychischen Erkrankungen oder Teilleistungsstörungen wie etwa Legasthenie.

Noch bis zum 22. Juni 2012 kann man sich im Kleisthaus in der Mauerstr. 53 in Berlin-Mitte eine Auswahl von 30 Plakaten aus dem 26. Wettbewerb ansehen. Im Dienstsitz des Bundesbehindertenbeauftragten Hubert Hüppe, der auch Schirmherr der heutigen Preisverleihung ist, wird die Wanderausstellung zum 26. Plakatwettbewerb zuerst gezeigt, ehe sie auf Tour durch 20 Studentenwerke in ganz Deutschland geht.

Prof. Dr. Dieter Timmermann, der Präsident des Deutschen Studentenwerks, freut sich über die „sehr gute Beteiligung“ der Design-Studierenden. Er sagt: „Das ist ein schwieriges, komplexes Thema, das die gestalterische, aber auch die soziale Kompetenz der Studierenden herausgefordert hat.“ Gemeinsam mit Dr. Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, das den Wettbewerb fördert, überreichte Timmermann die Preise.

Der Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks für Design-Studierende wird jedes Wintersemester ausgeschrieben. Er wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung anteilig gefördert; das Museum für Kommunikation Berlin ist Kooperationspartner. Die Preisverleihung des 26. Plakatwettbewerbs „Studieren mit Behinderung oder chronischer Krankheit“ steht unter der Schirmherrschaft des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe.

Die Übersicht mit den sechs Siegerplakaten:

http://www.studentenwerke.de/pdf/Jury_Ergebnisse_2012.pdf

Weitere Infos:

www.behindertenbeauftragter.de/DE/Kultur/Kultur_node.html

www.studentenwerke.de

 

18. Juni 2012 - 10:12